Auf dem Papier betonen viele Unternehmen und Brands gern ihre Nachhaltigkeitsbemühungen. Doch wie sieht die Realität aus? Ein Blick auf drei beliebte Marken zeigt, wie sehr sie sich tatsächlich anstrengen.
Auf dem Papier betonen viele Unternehmen und Brands gern ihre Nachhaltigkeitsbemühungen. Doch wie sieht die Realität aus? Ein Blick auf drei beliebte Marken zeigt, wie sehr sie sich tatsächlich anstrengen.
Am 25. November 2011, dem Black Friday, schaltete Patagonia in der renommierten «New York Times» ein Inserat mit der Headline «Don’t buy this jacket». Zu sehen war eine Jacke von Patagonia, darunter eine fein säuberliche Auflistung von Gründen, warum man die Fleecejacke nicht kaufen sollte. Die Aussage dahinter ist klar: Am nachhaltigsten agieren Konsumentinnen und Konsumenten, indem sie sich gar nichts Neues kaufen. Verzichten, gebrauchte Kleider bei Onlinemarktplätzen oder in der Brockenstube zu kaufen, ist immer die nachhaltigere Taktik, umweltbewusst zu konsumieren. Doch welche Marken verdienen unser Vertrauen, wenn wir wirklich einmal etwas Neues anschaffen möchten?
Patagonia
Patagonia setzt Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit – sowohl ökologisch als auch aktivistisch und strukturell. So will das kalifornische Unternehmen bis zum Geschäftsjahr 2040 90% seiner Treibhausgasemissionen reduzieren. Ausserdem setzt es seinen Fokus auf recycelte, organische und nachhaltige Materialien, etwa recyceltes Polyester, Biobaumwolle oder den Responsible Down Standard (RDS). Als i-Tüpfelchen spendet Patagonia anlässlich der 2002 gegründeten Allianz «1% for the Planet®» ein Prozent seines Jahresumsatzes an gemeinnützige Organisationen, die sich für den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit einsetzen. Ausserdem übernimmt Patagonia die Reparaturkosten seiner Produkte – selbst erlebt bei Transa.
Mammut
1862 im aargauischen Seon gegründet, ist Mammut seit 2021 Teil einer Investmentgesellschaft. Bis 2025 möchte Mammut für alle Polyesterprodukte 95% rPET, also recyceltes Polyester, verwenden. Ausserdem setzt das Unternehmen auf Biobaumwolle, den Responsible Down Standard (RDS) sowie den Responsible Wool Standard (RWS). Ein weiteres Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55% gegenüber dem Basisjahr 2018 zu reduzieren, netto null will man 2050 erreichen. Und nicht zuletzt führte das Unternehmen 2024 Mammut Loopinsulation ein: Isoliermaterial aus Resten der industriellen Seilproduktion.
Vaude
Die deutsche Outdoormarke aus Tettnang hat seit den 90er-/00er-Jahren Nachhaltigkeit konsequent in ihre Unternehmensstrategie eingebettet. Vaude, ausgesprochen wie die Buchstabenfolge VD, hat zudem mit Green Shape ein eigenes Label für funktionelle, umweltfreundliche Produkte aus nachhaltigen Materialien und fairer Herstellung entwickelt. Es umfasst den gesamten Lebenszyklus der Produkte. Im Nachhaltigkeitsbericht von 2024 hält Vaude fest, dass es sein Klimaziel für 2030 – die Halbierung seiner Emissionen – 2024 mit einer Reduzierung von 48% schon fast erreicht hat. Bis 2030 sollen 90% der Produkte mindestens 85% recycelte oder erneuerbare Materialien enthalten. Vaude wurde zudem in zwei Kategorien mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024 ausgezeichnet.
Augen auf beim Kauf
Diese drei Beispiele zeigen, dass sich beim nächsten Outdoorkleiderkauf ein zweiter Blick aufs Label lohnt – nicht nur aus modischen Gründen. Es sind positive Beispiele, die nicht nur mit schönen Bildern der Natur werben, sondern sich auch um deren Schutz kümmern.
Am 25. November 2011, dem Black Friday, schaltete Patagonia in der renommierten «New York Times» ein Inserat mit der Headline «Don’t buy this jacket». Zu sehen war eine Jacke von Patagonia, darunter eine fein säuberliche Auflistung von Gründen, warum man die Fleecejacke nicht kaufen sollte. Die Aussage dahinter ist klar: Am nachhaltigsten agieren Konsumentinnen und Konsumenten, indem sie sich gar nichts Neues kaufen. Verzichten, gebrauchte Kleider bei Onlinemarktplätzen oder in der Brockenstube zu kaufen, ist immer die nachhaltigere Taktik, umweltbewusst zu konsumieren. Doch welche Marken verdienen unser Vertrauen, wenn wir wirklich einmal etwas Neues anschaffen möchten?
Patagonia
Patagonia setzt Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit – sowohl ökologisch als auch aktivistisch und strukturell. So will das kalifornische Unternehmen bis zum Geschäftsjahr 2040 90% seiner Treibhausgasemissionen reduzieren. Ausserdem setzt es seinen Fokus auf recycelte, organische und nachhaltige Materialien, etwa recyceltes Polyester, Biobaumwolle oder den Responsible Down Standard (RDS). Als i-Tüpfelchen spendet Patagonia anlässlich der 2002 gegründeten Allianz «1% for the Planet®» ein Prozent seines Jahresumsatzes an gemeinnützige Organisationen, die sich für den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit einsetzen. Ausserdem übernimmt Patagonia die Reparaturkosten seiner Produkte – selbst erlebt bei Transa.
Mammut
1862 im aargauischen Seon gegründet, ist Mammut seit 2021 Teil einer Investmentgesellschaft. Bis 2025 möchte Mammut für alle Polyesterprodukte 95% rPET, also recyceltes Polyester, verwenden. Ausserdem setzt das Unternehmen auf Biobaumwolle, den Responsible Down Standard (RDS) sowie den Responsible Wool Standard (RWS). Ein weiteres Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55% gegenüber dem Basisjahr 2018 zu reduzieren, netto null will man 2050 erreichen. Und nicht zuletzt führte das Unternehmen 2024 Mammut Loopinsulation ein: Isoliermaterial aus Resten der industriellen Seilproduktion.
Vaude
Die deutsche Outdoormarke aus Tettnang hat seit den 90er-/00er-Jahren Nachhaltigkeit konsequent in ihre Unternehmensstrategie eingebettet. Vaude, ausgesprochen wie die Buchstabenfolge VD, hat zudem mit Green Shape ein eigenes Label für funktionelle, umweltfreundliche Produkte aus nachhaltigen Materialien und fairer Herstellung entwickelt. Es umfasst den gesamten Lebenszyklus der Produkte. Im Nachhaltigkeitsbericht von 2024 hält Vaude fest, dass es sein Klimaziel für 2030 – die Halbierung seiner Emissionen – 2024 mit einer Reduzierung von 48% schon fast erreicht hat. Bis 2030 sollen 90% der Produkte mindestens 85% recycelte oder erneuerbare Materialien enthalten. Vaude wurde zudem in zwei Kategorien mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024 ausgezeichnet.
Augen auf beim Kauf
Diese drei Beispiele zeigen, dass sich beim nächsten Outdoorkleiderkauf ein zweiter Blick aufs Label lohnt – nicht nur aus modischen Gründen. Es sind positive Beispiele, die nicht nur mit schönen Bildern der Natur werben, sondern sich auch um deren Schutz kümmern.